20.04.2011

IT-Manager warnen vor Cyber-Attacken

Der Computerwurm Stuxnet zeigt, wie massiv Infrastruktur manipuliert werden kann. Strom-, Gas- und Wasserversorgung sind besonders angreifbar. Eine Befragung unter IT-Verantwortlichen offenbart gravierende Sicherheitslücken. Dies berichtet Spiegel-Online auf Basis eines Berichts von McAfee.

hp Ein Hochspannungstransformator verbindet das Kraftwerk mit dem Stromnetz. Die kritische Infrasktur der Stromversorger gerät zunehmend in den Fokus von Cyber-Angriffen(Quelle: Peter von Bechen/ pixelio.de).

53 Prozent der befragten deutschen Experten gehen davon aus, dass es bereits innerhalb der nächsten zwölf Monate einen "großen Cyberangriff auf kritische Infrastrukturen" in Deutschland geben wird. Unter einem solchen "großen Cyberangriff" verstehen die Autoren der Studie eine Attacke, die beispielsweise einen mindestens 24-stündigen Stromausfall oder Todesfälle zur Folge hätte.

Stuxnet: Gefahr für kritische Infrastrukturen

Für noch bedrohlicher wird die Gefahr staatlich gelenkter Angriffe auf Infrastruktursysteme erachtet. Die Entdeckung des Stuxnet-Virus sei ein Weckruf gewesen. Diese Schadsoftware verfügt über 4000 Funktionen und wurde ausschließlich entwickelt, um bestimmte Microcontroller zu manipulieren. Vor allem die kritischen Infrastrukturen der Stromversorger sind davon bedroht: eine Software wie Stuxnet kann millionenteure Stromgeneratoren zum Erliegen bringen.

Neues Angriffsziel: intelligente Stromnetze

Die Experten von McAfee haben bereits ein neues Angriffsziel ausgemacht: intelligente Stromnetze, sogenannte Smart-Grids, die nicht nur Strom, sondern auch Daten transportieren. Die Informationssicherheit im Context von Smart Grid Meter ist auch Thema im nächsten Forum Sicherheitstechnik des Bayerischen IT-Sicherheitsclusters. beschäftigt sich auch Forum Sicherheitstechnik: "Informationssicherheit im Context von Smart Grid Meter" (25.05.)

Zum vollständigen Bericht auf Spiegel-Online

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