16.05.2011

Sicherheit für Mensch und Maschine

Zum Thema "Wenn die Elektronik versagt - Sicherheit für Mensch und Maschine“ informierte Prof. Georg Scharfenberg von der Hochschule Regensburg. Außerdem wurden gemeinsame Forschungsarbeiten mit Cluster-Mitglied Prof. Dr. Jürgen Mottok vom LAS³ vorgestellt.

sm1 Prof. Dr. Georg Scharfenberg und Prof. Dr. Jürgen Mottok (v.l.), Mitglied im Bayerischen IT-Sicherheitscluster, stellen ihre gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsfeld der Funktionalen Sicherheit vor.

Gäste aus ganz Bayern waren am 10. Mai an die Hochschule Regensburg gekommen, um sich darüber zu informieren, wie im Ernstfall eines Elektronikversagens der Schaden für Mensch und Maschine möglichst gering gehalten werden kann.

Einführung: Stand der Technik zur Vermeidung gefählicher Fehler

Nach einer kurzen Einordnung des Themas, abgebildet auf „Embedded Systems“ mit Sicherheits-Anforderungen und hoher Fehlertoleranz, zeigte Prof. Dr. Georg Scharfenberg anhand von Unfallbeispielen, deren Ursachen auf das Versagen von elektronischen Steuersystemen zurückzuführen sind, die Anstrengungen der Normumgebungen und den „Stand der Technik“, um gefährliche Fehler zu vermeiden.

Größter Risikofaktor bleibt der Mensch

Besonderes Interesse weckte die Risikobestimmung mit konkreten Zahlen. Scharfenberg zeigte Vorgaben für Versagenswahrscheinlichkeiten in den Bereichen Automobil, Bahn, Flugverkehr und Atomkraftwerke auf, die in der Öffentlichkeit bislang kaum diskutiert werden. Dabei wurde erkennbar, dass der Mensch mit seiner unvermeidlichen Fehlerhaftigkeit das größte Risiko durch seine Einbindung in technischen Systemen darstellt. Sein Tun ist deshalb methodisch abzusichern, da er im gesamten Lebenszyklus eines Systems, von der Erstellung des Pflichtenhefts, der Entwicklung, den Aufgaben während des Betriebs, der Wartung und Reparatur sowie der Außerbetriebnahme, eingebunden ist und in diesen Entwicklungsphasen systematische Fehler entstehen können.

Einsatz von Multicore-Controller

Scharfenberg präsentierte moderne Rechner-Architekturen, die auf verschiedenen Risikoebenen Fehler vermeiden bzw. gefährliche Fehlerwirkungen verhindern können. Zum Abschluss stellte er die gemeinsamen Forschungsaktivitäten mit Prof. Jürgen Mottok für den Einsatz von Multicore-Controller (verschiedener Hersteller) dar, die vor allem mit hochwertigen Lösungen in unterschiedlichen diversitären Ansätzen zukunftsfähige Lösungen in Safety-Anwendungen mit komplexen real-time Anwendungen möglich machen.

Mottok ergänzte den Vortrag mit einem Überblick der Themenfelder des Software Engineering Laboratory for Safe and Secure Systems (LaS³, www.las3.de ). Im Laboratory for Safe and Secure Systems - Mitglied im Bayerischen IT-Sicherheitscluster - besteht eine enge Kooperation zwischen den Professoren Scharfenberg und Mottok. Hier werden Systemthemen der Funktionalen Sicherheit untersucht, die sowohl Hardware-Aspekte, als auch Software-Aspekte betrachten. Zahlreiche Forschungs- und Entwicklungsvorhaben belegen dies.

Kontakt:

Bayerisches IT-Sicherheitscluster
Stephanie Burger
Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0941/604889-13
Fax: 0941/604889-11
E-Mail: stephanie.burger@it-speicher.de


Lehrstuhl Prof. Dr. Georg Scharfenberg, Hochschule Regensburg
Laboratory for Safe and Secure Systems (LAS3)









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