16.06.2011

Cyber-Abwehrzentrum offiziell eröffnet

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich weihte am 15. Juni das Nationale Cyber-Abwehrzentum (NCAZ) ein. Unter Leitung des BSI soll das zehnköpfige Gremium Sicherheitsvorfälle in kritischen Infrastrukturen bewerten und Empfehlungen zur Absicherung geben.

Das Nationale Cyber-Abwehrzentrum geht nun auch "offiziell" in Betrieb. Bereits seit Anfang April arbeiten die zehn Mitarbeiter des Cyber-Abwehrzentrums unter Führung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) daran, kritische IT-Infrastrukturen vor Online-Angriffen zu schützen. Die Einrichtung mit Sitz beim BSI in Bonn ist Teil der Cyber-Sicherheitsstrategie des Bundes zum Schutz vor Internet-Bedrohungen, verabschiedet im Februar dieses Jahres.

Verstärkte Zusammenarbeit mit privaten Betreibern kritischer Infrastrukturen

Damit will die Regierung die durch den "Umsetzungsplan KRITIS" seit 2007 bestehende Zusammenarbeit mit den privaten Betreibern kritischer Infrastrukturen wie Telekommunikations- oder Stromanbietern ausbauen. Koordiniert werden die IT-Sicherheitsmaßnahmen durch den ebenfalls neu eingerichteten "Sicherheitsrat", bestehend aus Vertretern des Kanzleramts, verschiedener Ministerien und Wirtschaft.

Auswertung von IT-Sicherheitsvorfällen und Handlungsempfehlungen

Das Cyber-Abwehrzentrum soll die hierfür nötigen Informationen zu Angriffen und IT-Schwachstellen zuliefern, indem es IT-Sicherheitsvorfälle auswertet. Außerdem soll das zehnköpfige Gremium Handlungsempfehlungen für den Cyber-Sicherheitsrat ausarbeiten und hierfür Informationen über Täter sowie Schwachstellen in IT-Produkten und Angriffsformen analysieren.

NCAZ bündelt Kompetenzen verschiedener Akteure

Am NCAZ beteiligt sind neben dem BSI das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) und das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Geplant ist ferner die schrittweise Einbeziehung von Bundeskriminalamt (BKA), Bundespolizei (BPOL), Zollkriminalamt (ZKA), Bundesnachrichtendienst (BND) sowie der Bundeswehr.

Quelle: www.it-administrator.de

Die zunehmende Bedeutung der IT-Sicherheit spiegelt auch die Entwicklung des Bayerischen IT-Sicherheitsclusters wieder, das sich bereits seit 2006 diesem Thema widmet und über Kompetenzen vor allem in den Bereichen Datenschutz, IT-Security, Sicherheitstechnologie und Automotive Safety verfügt. Mitte 2011 gehören 70 Unternehmen und Hochschulen bzw. Forschungseinrichtungen aus Bayern und darüber hinaus dem Cluster an.

Weitere Informationen: www.it-sicherheit-bayern.de

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