17Aug2017 CP

Fachkräftemangel in der IT-Sicherheit

IT-Sicherheitsexperten aus dem Ausland einstellen

Der Fachkräftemangel stellt für Unternehmen der IT-Sicherheitsbranche ein wesentliches Problem dar. So gaben in der aktuellen „Global Information Security Workforce“-Studie (GISWS) 70 Prozent der Unternehmen in der DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz)-Region an, dass sie nicht über genügend IT-Sicherheitspersonal verfügen, um ihren Sicherheitsansprüchen gerecht zu werden. Weitere 45% gaben an, der Mangel an Cybersicherheitspersonal habe erhebliche Konsequenzen für ihre Kunden. Laut Branchenverband Bitkom sind derzeit 51.000 Stellen für IT-Spezialisten unbesetzt.

Da in Deutschland nicht genügend IT-Sicherheitsexperten ausgebildet werden, empfiehlt sich ein Blick ins Ausland. Während in den vergangenen Jahren gerade aus den südeuropäischen Ländern Fachkräfte angeworben wurden, gibt es weiterhin ein großes Potenzial an IT-Sicherheitsexperten im außereuropäischen Ausland. Besonders interessant sind dabei die USA, Brasilien und Indien. In den USA sind derzeit die meisten Experten beschäftigt und der Trump-Effekt bewirkt gerade bei nichtamerikanischen IT-Spezialisten ein mögliches Interesse an einer Anstellung in Europa. In Brasilien wächst die IT-Sicherheitsbranche stetig und einige Fachkräfte bringen durch Abstammung von deutschen Einwanderern deutsche Sprachkenntnisse mit. In Indien werden weltweit die meisten IT-Sicherheitsexperten ausgebildet. Dabei fällt auf, dass die Generation der Absolventen mit maximal zehnjähriger Berufserfahrung besser ausgebildet ist, als die Generationen davor und ein akzentfreieres Englisch spricht. Bisher gelten die USA und Kanada für diese Fachkräfte als das gelobte Land. Deutschland kann bezüglich der Willkommenskultur von diesen Ländern noch einiges lernen, wobei Trump das Rad gerade zurückdreht. Dazu fokussiert sich bei uns die politische und mediale Diskussion bezüglich Immigration auf das Thema Flüchtlinge, so dass ausländische Fachkräfte, die Behebung des Fachkräftemangels und ein modernes Einwanderungsgesetz, verbunden mit einer Willkommenskultur für Fachkräfte, nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die sie eigentlich verdienen.

Wenn Sie IT-Sicherheitsexperten aus dem nichteuropäischen Ausland einstellen möchten, sollten die Kriterien der Blauen Karte der EU erfüllt sein, um den Prozess möglichst einfach zu halten. Der Aufenthaltstitel Blaue Karte EU wurde 2012 eingeführt, um die Zuwanderung von Hochqualifizierten zu erleichtern und attraktiv zu gestalten.

Dabei sind folgende drei Kriterien zu erfüllen: 1. Arbeitsvertrag, 2. Mindestgehalt, 3. Anerkannter Hochschulabschluss.

Sie sollten den Kandidaten mit einem Arbeitsvertrag ausgestattet haben. Dabei sollte das jährliche Bruttogehalt mindestens 50.800 Euro (in 2017) betragen (bei niedrigerem Gehalt wäre die Zustimmung der Agentur für Arbeit einzuholen). Der Kandidat sollte einen Hochschulabschluss einer deutschen oder anerkannten ausländischen Universität vorweisen können (anerkannte ausl. Unis können unter www.anabin.kmk.org recherchiert werden). Wenn diese drei Kriterien erfüllt sind, ist von dem Erhalt eines Aufenthaltstitels auszugehen.

Der Prozess sieht dabei vor, dass der Kandidat in einer deutschen Vertretung im Ausland einen Visa-Antrag stellt. Nach Visa-Erhalt kann der Kandidat einreisen und bei der Ausländerbehörde die Blaue Karte EU beantragen.  Staatsangehörige aus Australien, Israel, Japan, Kanada, Südkorea, Neuseeland und den USA können ohne Visum einreisen und direkt die Blaue Karte EU beantragen. 

Um den Kontakt zu geeigneten Kandidaten herzustellen und um Sie bei dem Visa-Prozess zu unterstützen, habe ich in diesem Jahr die weltkopf Consulting GmbH gegründet (www.weltkopf.de). Wir vermitteln hochqualifizierte Ausländer an deutsche Unternehmen, mit einem Fokus auf IT-Spezialisten (gerade IT-Security). Unter unseren Kandidaten befinden sich SIEM-Experten aus Indien, Software-Entwickler aus Brasilien oder Vulnerability Management-Analysten aus den USA.

 

Ich bringe langjährige Berufserfahrung als Business Development Manager mit, habe schon mehrfach im Ausland gelebt und gearbeitet, bin mit einer Brasilianerin liiert und weiß daher sehr gut, wie schwer es deutschen Unternehmen fällt, ausländische Fachkräfte anzuwerben, welche Bedürfnisse und Erwartungen die ausländischen Experten mitbringen und wie das Zusammenspiel mit den deutschen Behörden funktioniert.

Bei Rückfragen oder Interesse können Sie mich gerne kontaktieren: hilgers@weltkopf.de

Ihr Julian Hilgers

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